Montag, 25. Mai 2009

Kumo - die neue Suchmaschine von Microsoft

Microsoft stellt seine neue Internet-Suchmaschine vor, die als Codename KUMO bezeichnet wird und will damit endlich Marktanteile gewinnen. Noch immer steht auch die Frage nach einer Allianz mit Yahoo im Raum. Microsoft hat in der Onlinesparte im jüngsten Quartal den Verlust auf 575 Mio USD mehr als verdoppelt, der Umsatz schrumpfte um 14 % auf 721 Mio USD. Google konnte den Umsatz um 6 % auf 5,5 Mrd USD ausbauen und schaffte dabei einen Nettogewinn von 1,4 Mrd USD. Microsoft hat im vergangenen Jahr versucht, Yahoo zu kaufen, um damit Boden gegenüber Google gutzumachen. Der Konzern bot zunächst 44,6 Mrd USD und erhöhte seine Offerte später sogar.

Google Maps und Bundesdatenschutz

Momentan fotografiert Google Deutschlands Straßen für Google Maps. In einem Hintergrundartikel in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung heißt es, das Unternehmen erfülle die Forderungen des Bundesdatenschutzbeauftragten, indem die Gesichter der abgebildeten Personen unkenntlich gemacht werden. Der Datenschutzbeauftrage für Schleswig-Holstein, Weichert, kritisiert, dass manchmal nicht nur das Gesicht, sondern auch die Kleidung entscheidend sei. Er bezweifelt, dass Google es auf jedem Foto schafft, diese wirklich unkenntlich zu machen. Auch das Abbilden von Häusern und Wohnungen sieht er kritisch.

Dienstag, 19. Mai 2009

Nationaler Widerstand gegen Google

In Deutschland regt sich immer mehr Widerstand gegen die "Kamera-Autos" von Google, die ganze Straßenzüge ablichten. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hat Google jetzt ein Ultimatum gestellt, berichtet das Handelsblatt. Sollte das Unternehmen bis Mittwoch keine schriftliche Garantie abgeben, die rechtlichen Bestimmungen einzuhalten, so müssten die Aufnahmen in Hamburg abgebrochen werden. Gefordert wird unter anderem, dass die Gesichter von Passanten beim Street View bereits auf den sogenannten Rohdaten unkenntlich gemacht werden.

Montag, 18. Mai 2009

Wolfram-Alpha, die neue Antwortmaschine

In einem Interview mit Focus erklärt Jon McLoone, Entwickler der neuen Antwortmaschine Wolfram-Alpha, was seine Maschine besser kann als Google. Wolfram-Alpha sei keine Suchmaschine. Anders als Google wolle man dem Nutzer auf seine Fragen Antworten statt Internetlinks liefern. Dabei sei es die Aufgabe qualifizierter Experten, Daten zu sammeln, zu interpretieren und automatisch bearbeitbar zu machen. Künftig werde es neben der kostenlosen Basisvariante von Wolfram-Alpha kostenpflichtige Versionen mit erweiterten Optionen geben.

Mittwoch, 13. Mai 2009

Google und Offline-Radiowerbung

Google gibt am 31. Mai seinen Versuch auf, den Verkauf von Radio-Werbeeinschaltungen zu automatisieren. Das zeige, so ein Hintergrundartikel des Wall Street Journal (Seite 14-15) , wie weit Google davon entfernt ist, ins mehrere Milliarden US-Dollar schwere Geschäft des Offline-Anzeigenverkaufs einzusteigen. Der Internetriese habe die Reichweite seiner Web-basierten Technologie überschätzt und den Faktor Mensch in der Radiobranche unterschätzt. Radiostationen weigerten sich, die Festlegung der Tarife für Sendezeit Computeralgorithmen zu überlassen, da sie zu weit niedrigeren Tarifen führten.

Dienstag, 12. Mai 2009

Deutsche Unternehmen und Twitter

Deutsche Unternehmen nutzen den Kommunikationsdienst Twitter noch sehr zurückhaltend. Nur etwa 5 % der börsennotierten Firmen nutzen diese Art der Kommunikation aktiv. Bei Daimler heißt es offiziell, man habe sich Twitter-Accounts seit Längerem gesichert, um zu verhindern, dass der Firmenname für Missbräuche genutzt werde. Darüber, wie dieses Medium sinnvoll in die Kommunikationsstrategie eingebunden werden könnte, diskutiere man zurzeit noch. Den Nutzern von Twitter zeige das Beispiel von Sascha Lobo, einem der populärsten Twitterer in Deutschland, wie der Kommunikationsdienst sinnvoll genutzt werden könne. Dieser beschwerte sich kürzlich per Twitter öffentlich über Probleme bei der Umstellung seines Telekom-Telefonanschlusses. Daraufhin erhielt er umgehend eine E-Mail eines Mitarbeiters der Deutschen Telekom, der seine Hilfe anbot.

Montag, 11. Mai 2009

Untergang des Print-Journalismus

Wie der FOCUS aktuell berichtet prophezeien Blogger den Untergang des Print-Journalismus. Als bekannteste Blogger-Vertreterin zählt Arianna Huffington mit der Internet-Zeitung "Huffington Post". Ursprünglich als Weblog gestartet, erreicht sie mittlerweile fast 9 Mio Nutzer - genauso viele wie die britische BBC im Netz. Der freie Online-Journalismus ist jedoch für die Blogger keine große Einkommensquelle. Das Geschriebene stellen die Blogger frei zu jedermanns Verfügung. Experten schätzen deshalb, dass es für Blogger auch kein Geschäftsmodell gibt.

Google Book Settlement

Seit 2004 hat Google mit enormem Kostenaufwand 7,5 Mio Bücher aus Beständen von US-Bibliotheken digitalisiert – ohne Genehmigung der Rechteinhaber. Eine klare Urheberrechtsverletzung, die weltweit Empörung und Widerstand ausgelöst hat. In den USA ist die Rechtslage nicht ganz so eindeutig, sodass Google glaubte, nach dem Prinzip "faire use" handeln zu können. Nach jahrelangem Streit haben sich am 28. September 2008 US-Autorenvereinigungen und Verlegerverbände außergerichtlich mit Google geeinigt. Dem Vergleich – dem "Google Book Settlement" – muss noch das New Yorker Bezirksgericht zustimmen. Bis dahin arbeitet Google wie bisher.

Mittwoch, 6. Mai 2009

Apple will Twitter kaufen

Wie focus.de berichtet, wurde jetzt Apple in zwei Technologie-Blogs als potenzieller Käufer von Twitter genannt. Die Internetdienste Techcrunch und Gawker berichteten am Dienstag unter Berufung auf informierte Personen vom Kauf Twitters zu einem möglichen Preis von 700 Mio USD. Laut früheren Informationen schlug Twitter vor einiger Zeit das Angebot des Online-Netzwerks Facebook aus, das angeblich 500 Mio USD geboten hatte, so der Bericht.